Oktober-Wetter
Erst Blutregen, dann Gewitter? Wetterumschwung in Baden-Württemberg
VonMichaela Ebertschließen
Sonniger Start, dann Blutregen und ein Ende mit Blitz und Donner: Die letzte Oktoberwoche hat in Baden-Württemberg wettertechnisch einiges zu bieten. Ein Überblick.
Das Wetter in Baden-Württemberg zeigte sich am vorletzten Oktoberwochenende von seiner herbstlichen Seite. Während es am Samstag mancherorts sogar Sturmböen gab, blieb der Sonntag überwiegend mild und teils sogar sonnig. Doch zum Beginn der neuen Woche droht ein Wetterumschwung: dicke Wolken brauen sich zusammen, viel Niederschlag fällt – und das in Form von Blutregen.
Zum Wochenstart am Montag geht es laut den Wetter-Experten aber zunächst heiter weiter: Auf eine frostige Nacht folgt laut der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Morgen zunächst überwiegend Sonne. Im weiteren Tagesverlauf soll dann aber im Westen örtlich leichter Regen auftreten. Dennoch wird der Montag – zumindest wettertechnisch – wohl der schönste Tag der Woche.
Warme Luft bringt Saharastaub nach Baden-Württemberg: Ab Dienstag kann Blutregen fallen
Der Dienstag bringt den Wetter-Kochtopf nämlich zum Brodeln: Wie Georg Haas, Meteorologe von „wetter.com“ erklärt, ziehen die atlantischen Tiefs quasi „im Gänsemarsch“ über das Land. Der zweite Tag der Woche zeigt sich somit stark bewölkt bis bedeckt, mit viel Niederschlag.
Weil die warme Föhnluft gleichzeitig Saharastaub aus dem Süden mitbringt, kann dieser dann in Form von Blutregen fallen. Allerdings bleiben die Temperaturen verhältnismäßig mild – und damit schlichtweg zu warm für diese Jahreszeit. Wie schon in einer Langzeit-Prognose vorhergesagt, könnte der Oktober im Jahr 2023 deutlich zu warm sein.
Erst Blutregen, dann Blitz und Donner: Wetterumschwung in Baden-Württemberg
Ab Mittwoch rechnet der DWD wieder mit starker Bewölkung und verbreitetem Regen, der dann zusammen mit dem farbigen Saharastaub zu Boden fällt. Die Temperaturen sollen in den darauffolgenden Tagen – je nach Region – im Verlauf zehn bis 17 Grad erreichen. Es bleibt also auch weiterhin nass und trüb, dafür aber relativ mild.
Durch die zu warme Wetterlage, die unter dem Einfluss von subtropischer Luft steht, verhalten sich die Luftmassen über Deutschland zum Ende der Woche hin weitestgehend instabil. Wie Wetter-Experte Haas erklärt, könnten deshalb dann mancherorts sogar Blitz und Donner möglich sein. Wo genau es knallt, kann jedoch noch nicht gesagt werden.
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