Biker-Signal
Geheimes Motorrad-Zeichen? Was der Helm am Boden wirklich bedeutet
VonMichaela Ebertschließen
Neben einem Biker liegt der Helm gut sichtbar am Boden. Mit diesem Signal möchte der Motorradfahrer etwas Wichtiges mitteilen. Auch Autofahrer sollten das Zeichen deshalb kennen.
Der Sommer ist in vollem Gange und auf den Landstraßen und Autobahnen in Deutschland tummeln sich wieder die Biker. Kein Wunder: Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen zieht es den ein oder anderen zu einer Ausfahrt ins Freie. Doch nicht immer läuft dabei auch alles nach Plan. Im Fall einer Panne oder eines Problems machen sich Motorradfahrer am Straßenrand mit einem bestimmten Signal bemerkbar – auch Autofahrer sollten das Zeichen deshalb kennen.
Ähnlich wie ein gelber Schal am Motorradlenker signalisiert ein am Boden liegender Helm, dass beim Biker etwas nicht stimmt. Beide Methoden dienen hauptsächlich demselben Zweck: Die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer zu wecken – in der Hoffnung, dass sich diese solidarisch zeigen, wie es unter Bikern ohnehin üblich ist.
Internationales Pannen-Signal unter Motorradfahrern: Das heißt der am Boden liegende Helm
Doch während heutzutage nur noch wenige Motorradfahrern einen gelben Schal als traditionelles Erkennungszeichen mit sich führen, konnte sich der am Boden liegende Helm als Notfallsignal stärker verbreiten. Heute gilt er zwar immer noch als internationales Erkennungszeichen unter Bikern, doch ist ähnlich wie einige anderen Biker-Geheimzeichen nicht allen bekannt. Doch nur, wer das Zeichen auch erkennt, kann dem betroffenen Fahrer helfen, findet auch Motorrad-Influencer Alexander Wilhelm:
Der Helm wird dabei in der Regel in ausreichender Entfernung zum Pannen-Bike und am Straßenrand platziert, um andere rechtzeitig auf die Gefahrensituation hinzuweisen. Denn: Eine Pflicht zum Mitführen eines Warndreiecks oder einer Warnweste, wie dies bei Autofahrern der Fall ist, gibt es für die Biker nicht.
Helm am Boden als Pannensignal für Motorradfahrer? Warum Experten eher abraten
Jedoch tragen Motorradfahrer häufig auch Helme in dunkleren Farben. Diese sind nicht nur bei Hitze problematischer, sondern in der Regel auch für weitere Verkehrsteilnehmer schlechter sichtbar. ADAC-Experten warnen deshalb davor, dass der Helm von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen und überfahren werden könnte, wie „24auto.de“ bereits berichtete.
In vielen Motorrad-Geschäften gibt es deshalb mittlerweile auch spezielle Überzüge in leuchtenden Warnfarben, die dem Helm eine bessere Sichtbarkeit verleihen sollen. Dennoch raten die Verkehrsexperten generell eher dazu, den Helm im Falle einer Panne gut sichtbar ans Motorrad zu hängen, dieses in einen ausreichenden Sicherheitsabstand zur Fahrbahn zu bringen und die Warnblinkanlage einzuschalten. Sollte es sich um einen Notfall handeln, müssen Biker natürlich umgehend Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen sowie den Notruf wählen.
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