Änderung kommt
Blackbox-Pflicht ab Juli: Regel hat Folgen für Autofahrer
VonLisa Kleinschließen
Ab 7. Juli müssen neu zugelassenen Autos in Deutschland mit einem „Event Data Recorder“ ausgestattet sein. Welche Daten durch die Blackbox gespeichert werden.
Für Autofahrer gibt es immer wieder neue Regeln, Gesetze und andere Änderungen. So gibt es etwa 2024 einige Neuerungen beim Führerschein – auch 2025 stehen einige Änderungen an. Eine Neuerung kommt am 7. Juli auf Autofahrer zu: Die Blackbox wird zur Pflicht. echo24.de erklärt, was das konkret für Autofahrer bedeutet.
Blackbox wird ab Juli Pflicht: Welche Fahrzeuge betroffen sind
Ab dem 7. Juli müssen in Deutschland neu zugelassene Pkw mit einem sogenannten „Event Data Recorder“ (EDR) ausgestattet sein. Auf Nachfrage erklärt TÜV Süd bereits 2023 gegenüber echo24.de, dass die Verordnung ausschließlich für Fahrzeuge der Klassen „M1“ und „N1“ gilt. Also in den meisten Fällen für Pkw und Lkw, die nach dem 6. Juli 2024 ihre Erstzulassung haben.
Es gibt also Ausnahmen bei der Blackbox-Pflicht. Wer einen Gebrauchtwagen kauft, muss keine Blackbox nachrüsten. Für Gebrauchtwagen, die vor diesem Stichtag also schon einmal zugelassen waren oder nur umgemeldet werden, gilt die „EDR“-Pflicht ausdrücklich nicht. Das wäre sonst auch äußert problematisch, denn: Die Blackbox lässt sich gar nicht in jedem Auto einfach nachrüsten.
Blackbox wird zur Pflicht: Diese Daten zeichnet der Recorder im Auto auf
Wie mit der Blackbox etwa bei Flugzeugen sollen Daten gespeichert werden, die im Falle eines Unfalls zur Aufklärung ausgelesen werden können. Viele Autos haben bereits eine Blackbox. Der Recorder, der häufig mit im Airbag-Steuergerät verbaut ist, kann auf sämtliche Fahrdaten zugreifen. Dabei werden folgende Daten aufgezeichnet:
- Daten vor dem Crash: Geschwindigkeit, Motor-Drosselklappe/Gaspedalstellung, Status der Bremse, Zündzyklus beim Crash, Motordrehzahl, Aktivität von ABS und Stabilitätskontrolle, Lenkwinkel
- Daten nach dem Crash: Geschwindigkeitsänderung in Längs- und Querrichtung
- Informationen zu Rückhaltesystemen: Anschnallstatus von Fahrer und Beifahrer, Airbag-Warnleuchte, Auslösezeitpunkt der Airbags für Fahrer und Beifahrer (Front, Seite, Curtain-Airbags)
Laut „ADAC“ zeichnet der Recorder alle Fahrdaten dauerhaft auf, speichert diese aber nur, wenn es zum Unfall kommt. „Im Falle eines Unfalls speichert der EDR 5 Sekunden vor dem Crash und 300 Millisekunden nach dem Crash. Einen Zusammenstoß erkennt die Blackbox an schnellen Geschwindigkeitsreduzierungen, Airbag-Auslösungen und ruckartigen Gurtbewegungen. echo24.de erklärt in einem separaten Artikel ausführlich, was konkret mit den Daten aus der Blackbox im Auto passiert.
Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa/IMAGO/Anastasiya Amraeva/Collage: echo24.de
