Wetter in Baden-Württemberg

„Extrem zu nass“: Hochwasser-Gefahr im Februar – Experte warnt

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Die Temperaturen in Baden-Württemberg sind mild – und bleiben es auch zum Monatswechsel. Im Februar werden dann „deutlich mehr Niederschläge“ erwartet.

Während Mitte Januar Schnee-Chaos, Frost-Alarm und Glätte-Gefahr herrschten, sind die Temperaturen zum Monatsende richtig mild. Am Mittwoch (24. Januar) werden sogar bis zu 15 Grad erwartet, dazu drohen Sturm und Dauerregen in Baden-Württemberg. Damit muss sich im Südwesten vorerst wieder vom Schnee verabschiedet werden.

Wie wird das Wetter im Februar? Milde Temperaturen zum Monatswechsel in Baden-Württemberg

Ein Blick auf den 14-Tage-Trend zeigt: Es bleibt mild. Von einem erneuten „Wintereinbruch“ ist zum Monatswechsel den aktuellen Prognosen zufolge im Südwesten nichts zu sehen. Die Temperaturen bleiben auch nachts in weiten Teilen des Landes überwiegend über dem Gefrierpunkt, die Tageshöchstwerte bewegen sich teilweise im zweistelligen Bereich.

Mit dem Februar steht der letzte Wintermonat bevor – am 1. März ist der meteorologische Frühlingsanfang, am 20. März dann der kalendarische. Doch was erwartet Deutschland in Sachen Wetter im Februar? Feiert der Winter noch mal gebührend sein Comeback, inklusive eisigen Temperaturen und Schnee oder bleibt es mild?

Der Meteorologe Dominik Jung blickt in einem aktuellen Video von „wetter.net“ auf die Prognose für den Februar. Zum Monatsbeginn bleiben die Temperaturen deutschlandweit auf jeden Fall überwiegend mild, wie die Ensembleprognose bis zum 6. Februar zeigt.

Bis zu 60 Liter: Dauerregen und Hochwassergefahr statt Schnee und Frost Anfang Februar

Und wie sieht es beim Niederschlag aus? Laut der Prognose für den 1. Februar werden in Deutschland überwiegend zehn bis zwanzig Liter Regen pro Quadratmeter erwartet. Im Süden hingegen wird etwas mehr Niederschlag erwartet.

Laut Dominik Jung drohen Anfang Februar „zum Teil im süddeutschen Raum um die 50 bis 60 Liter Regen pro Quadratmeter“. Der Experte warnt: „Da kann es schon eher mal ein bisschen stärker werden mit dem Hochwasser und mit den Pegelanstiegen Richtung Süden von Baden-Württemberg und von Bayern“.

„Extrem zu nass“: Wetter-Experte erwartet „deutlich mehr Niederschläge“ im Februar

Der Wetter-Experte blickt noch etwas weiter auf das Wetter in den ersten zwei Februarwochen. Laut dem europäischen Modell zeichnet sich bis zum 12. Februar „leicht zu mildes Wetter im Vergleich zum langjährigen Durchschnittswert“ ab. Eine starke Abkühlung und ein Wintereinbruch sind nach der Prognose in der ersten Februarwoche eher unwahrscheinlich.

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Laut des amerikanischen Wettermodells (NOAA) soll der Februar weder zu warm noch zu kalt ausfallen. „Es soll im Grunde ein völlig normaler Februar werden“, sagt Jung.

Etwas „spannender“ sind die Niederschlagsprognosen für den Februar. „Extrem zu nass soll der Februar ausfallen“, erklärt der Meteorologe, vor allem im Süden des Landes. „Deutlich mehr Niederschlage“ werden erwartet. Auch laut „wetter.com“ könnte der Februar zu nass werden.

Ob diese Niederschläge jedoch größtenteils als Regen oder als Schnee herunterkommen, lässt sich aktuell noch nicht genau sagen. Das hängt am Ende von der Temperatur ab.

„Arctic Outbreak“ im Februar? Prognosen für die zweite Monatshälfte laut Experte „wilde Spekulation“

Was Mitte oder Ende Februar passiert, sei laut Dominik Jung „wilde Spekulation“, aber: „Vielleicht kommt der Winter noch mal wieder“, meint der Meteorologe. Wie echo24.de bereits berichtete, könnte der Winter noch mal zurückschlagen – ein „Arctic Outbreak“ droht.

Laut „wetter.com“ sei es allerdings „eher unwahrscheinlich“, dass der Februar „ein Kältemonat wird“. Allerdings seien eisige Tage nicht ausgeschlossen und es kommt nochmal „ein Schwall Polarluft nach Deutschland“. Der 100-jährige Kalender hingegen gibt eine klare Prognose für den Februar ab – auch für das Wetter an Fasching.

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