Kältewelle rollt an

„Arctic Outbreak“: Frost-Alarm in Baden-Württemberg – Schneefall-Grenze sinkt

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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Der November neigt sich dem Ende zu und mit ihm auch das Schmuddelwetter. In Baden-Württemberg streckt der Winter seine Fühler aus. Frost und Schnee sind im Anmarsch.

Nass, nasser, November – Bisher zeigte sich der Monat eher von seiner ungemütlichen Seite – mit enormen Regenmassen und nur wenigen Sonnenstunden. Allein bis zur Monatsmitte hat der November sein Soll bereits mehr als erfüllt: Laut Wetter-Experte Dominik Jung fielen allein bis zum 20. November 118 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags. Ganz anders sieht das bei den Sonnenstunden aus: Hier ließen klägliche 28 Stunden (51 Prozent des Solls) mehr als zu wünschen übrig.

Dabei ist solches Schmuddelwetter im November ja eigentlich nichts Ungewöhnliches. Langsam aber sicher geht es jedoch straff auf die Weihnachtszeit zu und viele fragen sich vielleicht: Wie steht es um das passende Winter-Wunder-Wetter? Wird es zur Eröffnung der ersten Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg frostig?

„Arctic Outbreak“: Frostige Luft schiebt sich nach Baden-Württemberg – Temperaturen fallen

Auch wenn zunächst nicht mit Schneegestöber im Flachland zu rechnen ist, können sich Winter-Fans in dieser Woche wohl freuen. Denn: Am Mittwoch könnte es laut Jung zu einem sogenannten „Arctic Outbreak“ kommen. Das Hoch mit dem schönen Namen „Bionda“ schiebt dann nämlich ziemlich frostige Luft aus den skandinavischen Regionen nach Deutschland und Baden-Württemberg, wodurch sich das „Kältetor“ öffnet.

Höchstwerte um die vier Grad sind dann zu erwarten. In den höher gelegenen Regionen, wie dem Schwarzwald, kann es sogar noch kälter werden. In der Nacht auf Mittwoch soll es laut „Deutschem Wetterdienst“ (DWD) im Bergland Schnee geben – örtlich wird auch vor Glätte gewarnt.

Allerdings könnte die aktuelle Wetter-Prognose bei echten Schnee-Fans ein wenig Enttäuschung auslösen. Es bleibt nämlich – bis auf den Niederschlag in der Nacht auf Mittwoch – überwiegend trocken. Bei fehlendem Niederschlag bleibt somit auch das Schnee-Gestöber aus.

Frost und Glätte im Flachland: Kaltfront schiebt sich über Baden-Württemberg

Dafür ist allerdings Frost angesagt! Auch in den flacheren Regionen müssen Autofahrer deshalb aufgrund der drohenden Glätte-Gefahr besonders vorsichtig unterwegs sein – besonders in den frühen Morgenstunden können die Straßen dann gefrieren. Die richtigen Winterreifen sind dann Pflicht.

Winterwanderungen durch den verschneiten Schwarzwald: Die Wetterkarte zeigt am Wochenende einige Zentimeter Neuschnee.

Entspannung auf den Straßen könnte es dann jedoch schon wieder am Donnerstag geben. Dann schiebt sich nämlich ein kurzer „Wärmeberg“ in die Wetter-Prognose ein. Laut Dominik Jung muss kurzzeitig mit milderen Temperaturen im Bereich der Zehn-Grad-Marke gerechnet werden. Dafür setzt besonders im süddeutschen Raum wieder der Regen ein.

Winter streckt die Fühler aus: Schneefallgrenze in Baden-Württemberg sinkt

Der lässt auch am Freitag zunächst nicht nach. Allerdings rauschen die Temperaturen weiter in die Tiefe. Der Winter steckt seine Fühler aus und im Tagesverlauf schiebt sich bereits die nächste Kältezone über das Land. Für Schnee-Fans besteht Grund zur Freude, denn schon in den mittleren Lagen von 300 bis 400 Metern kann vereinzelt Schneeregen oder gar Schnee fallen!

Und auch das Wochenende lässt hoffen. Am 25. und 26. November könnten nämlich auch unterhalb der 400-Meter-Grenze Flocken fallen. Richtig weiß wird es dann jedoch wohl nur in den höheren Lagen von über 1000 Metern, wie Jung erklärt. Gerade am Feldberg stehen die Chancen für die ersten Wintersport-Aktivitäten also gar nicht mal so schlecht.

Ob und wie lang die Flocken liegen bleiben, bleibt jedoch abzuwarten. Immerhin liegen die vorhergesagten Höchsttemperaturen am Wochenende im Durchschnitt in Baden-Württemberg mit zwei bis drei Grad immer noch im positiven Bereich.

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