Fehlschuss-Festival gegen Bremen
So helfen alle beim VfB jetzt Pechvogel Gonzalez
VonNicolas Heroldschließen
Gegen Werder Bremen will Nicolas Gonzalez gar nichts gelingen. Nun wird er von seinen Kollegen aufgebaut.
Am Ende flossen die Tränen. Im Mittelkreis wusste Nicolas Gonzalez nicht wohin mit seinen Emotionen. Es war einfach zu viel - also brach es aus ihm raus. Der Grund für die Tränen-Attacke: Das Spiel des VfB Stuttgart gegen Werder Bremen zuvor. Und natürlich sein eigener Auftritt. Denn der war geprägt von Pleiten, Pech und Pannen. Gonzalez lieferte in der Schluss-Viertelstunde ein wahres Fehlschuss-Festival, verballerte gleich vier (!) Riesen-Chancen und sorgte so mit dafür, dass der VfB bis zum Schluss um das 2:1 zittern musste. Aber: Nach den Tränen folgte der Zuspruch. Beim VfB arbeiten alle daran, dass der Sommer-Neuzugang diesen Nachmittag schnell vergisst!
Nicolas Gonzalez mit vier Mega-Chancen
Denn: Die Verballer-Bilanz der Gaucho-Granate war gegen Werder gigantisch! In der 81., 84., 89. und 90 Minute vergab der Argentinier gleich vier Mega-Chancen auf das 3:1. In der 84. Minute lief er sogar frei auf Werder-Keeper Jan Pavlenka zu, scheiterte aber kläglich. Direkt nach dem Spiel wurde er erst von Manager Michael Reschke, dann von seinen Mitspielern aufgebaut. Reschke: "Der war völlig fertig. Wenn wir noch Unentschieden gespielt hätten, wäre er wohl im Rasen versunken."
Bilder vom Spiel des VfB gegen Werder
Am Ende ging es gut aus. Nochmal der VfB-Manager: "Wir sind von ihm überzeugt. Man hat seine Wucht und Energie in ihm gesehen. Er braucht etwas weniger Energie und mehr Ruhe. Ich habe ihm auf dem Platz gesagt, dass die nächsten Chancen kommen." Mitgefühl gab's auch von Sturm-Kollege Mario Gomez. Der erklärte nach der Partie: "Ich habe ihm gesagt, dass ich in meiner Karriere, im Spiel oder im Training, sicher schon 3.000 solcher Dinger nicht gemacht habe."
Gonzalo Castro will mit Nicolas Gonzalez "trainieren"
Deswegen ist sich Gomez auch sicher: "Es wird ihm irgendwann helfen. Es ist momentan bitter, aber es gehört dazu. Er ist ein fleißiger Junge. Mit mehr Gelassenheit wird er die Dinger machen. Es war einfach nur überhastet." Und: Daran kann man arbeiten. Deswegen gab 2:1-Torschütze Gonzalo Castro auch gleich die Richtung für die neue Woche vor: "Wir haben jetzt eine Woche Zeit, da können wir ein bisschen mit ihm trainieren." Mit dieser Hilfe klappt's sicher bald mit der ersten Bundesliga-Bude!
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