Kein Gegenkandidat für Vogt aufgestellt
Kandidaten-Krach beim VfB Stuttgart - Zeh fordert Vogt heraus!
VonDominik Jahnschließen
Tobias Beckerschließen
VfB Stuttgart: Der Vereinsbeirat stellt NUR Claus Vogt als Präsidentschaftskandidaten auf - Volker Zeh sieht die Demokratie mit Füßen getreten.
Update, 16. Februar: Jetzt droht der nächste Knall beim VfB Stuttgart! Nachdem der Vereinsbeirat den amtierenden Präsidenten Claus Vogt als einzigen Kandidaten zur kommenden Präsidentenwahl aufgestellt hat, meldet sich nun der einzige Gegenkandidat zu Wort: Volker Zeh.
Gegenüber Bild sagt Zeh: „Da wurde die Demokratie mit Füßen getreten!“ Rrrrrums, der sitzt. Zeh hatte seine Bewerbung zum Präsidenten des VfB Stuttgart nicht zurückgezogen, dass er nicht aufgestellt wird, habe er am Sonntagabend schriftlich erfahren - ohne Begründung. Der Unternehmer: „So, wie die Beiratssitzung offenbar abgelaufen ist, akzeptiere ich die Entscheidung nicht.“
Der Grund: Durch diese Entscheidung würde der Vereinsbeirat den Mitgliedern des VfB Stuttgart die Chancen nehmen, von zwei Kandidaten den Besseren zu wählen. Heißt nicht, dass Zeh sich automatisch als den besseren sieht. Aber: „Ich habe das Gefühl, dass die Vogt-Befürworter im Beirat erkannt haben, dass ich ein sehr starker Konkurrent bin.“ Einen Grund gegen seine Aufstellung sieht er nicht:
Ich bin kürzlich zum Honorarkonsul für Montenegro in Baden-Württemberg ernannt worden. Vorher wird man monatelang vom Auswärtigen Amt durchleuchtet. Zudem habe ich dem Beirat meine Pläne detailliert dargelegt. Von Fan-Sprechstunde bis zu dem Punkt, dass ich Sponsoren mitbringen würde.
Ob Zeh dem VfB Stuttgart dennoch zur Verfügung stehen würde? „Selbstverständlich! Und ich würde mich sehr freuen, wenn Claus Vogt die Herausforderung annimmt. Wenn er demokratische Prozesse gutheißt, kann er nicht zufrieden sein, alleiniger Kandidat zu sein“, so Zeh. Wo er recht hat...
Machtkampf-Solo: VfB-Beirat stellt NUR Claus Vogt zur Wahl des Präsidenten auf
Update vom 15. Februar: Es ist ein weitere Hammer im Machtkampf beim VfB Stuttgart! Der Vereinsbeirat stellt bei der Wahl zum Präsidenten am 28. März NUR Claus Vogt auf - es gibt keinen Gegenkandidat. Volker Zeh wurde abgelehnt.
Dem amtierenden Präsidenten reicht damit bei der Mitgliederversammlung die einfache Stimmen-Mehrheit. Es ist der große Triumph für Vogt!
In der Mitteilung des VfB Stuttgart heißt es dazu:
Das Ziel des Vereinsbeirats war es immer, den Mitgliedern auf der Mitgliederversammlung möglichst zwei geeignete Kandidaten präsentieren zu können. Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Wochen auch mehrere Gespräche mit weiteren Personen geführt. Aus dem Kreis der infrage kommenden mehrheitsfähigen Persönlichkeiten gab es jedoch keine Bereitschaft, gegen den Amtsinhaber zu kandidieren, so dass Claus Vogt nun als alleiniger Kandidat für das Präsidentenamt für die kommenden vier Jahre antreten wird.
VfB Stuttgart: Weitere Beiräte treten zurück
Es war ein allerdings eine spezielle Sitzung des Vereinsbeirats des VfB Stuttgart am Sonntag. Gleich zu Beginn traten noch vor dem ersten Tagesordnungspunkt Claudia Maintok und James Bührer von ihrem Amt als Vereinsbeiräte mit sofortiger Wirkung zurück. Maintok führte persönliche und gesundheitliche Gründe an, Bührer führt neben persönlichen auch berufliche Gründe an.
Überblick zur Führungskrise beim VfB: Machtkampf und Datenskandal
Und auch der Vorsitzende des Gremiums, Wolf-Dietrich Erhard, hat sich dazu entschlossen sein Amt ruhen zu lassen. Erhard wird dabei am Ende der Veranstaltung sehr deutlich: „Ich habe mich immer für das Wohl des VfB Stuttgart eingesetzt und es ist unerträglich in welcher Situation sich unser VfB befindet und wie wir uns derzeit öffentlich präsentieren. Auch wenn ich persönlich nichts mit der Datenschutzaffäre zu tun habe, möchte ich mit meiner Entscheidung dazu beitragen, dass ein personeller Neuanfang möglich ist... Ich lasse mein Amt zunächst so lange ruhen, bis die Geschäftsfähigkeit gesichert ist und werde dann ebenfalls mein Mandat zeitnah niederlegen.“
Erst am Samstag wurden beim VfB Stuttgart mit Stefan Heim und Jochen Röttgermann zwei Vorstände gefeuert (echo24.de hat davon berichtet) - als erste Konsequenz im Datenskandal und als Reaktion auf den vorliegenden Abschluss-Bericht der Firma Esescon, der inzwischen durch die Kanzlei Gleiss Lutz juristisch ausgewertet wurde.
Wie geht‘s weiter beim VfB Stutttgart? Machtkampf? Entlassungen?
Es ist also das vorläufiges Ende im Machtkampf beim VfB Stuttgart mit einem durchaus überraschenden Knall. Wie geht‘s jetzt weiter? Vorstands-Boss Thomas Hitzlsperger hat am Samstag bereits angekündigt, es werde weitere personelle Konsequenzen geben. ABER: „Es muss rechtskonform abgehen. Aber die Entscheidungen nahen. Ich bin zuversichtlich, dass es in diesem Monat noch passiert.“ Und der Februar hatte mit Bußgeld, dem Gutachten und der Staatsanwaltschaft schon einiges zu bieten.
Wer steht noch auf der Streichliste? Besonders zittern müssen wohl Kommunikationschef Oliver Schraft und Marketingleiter Uwe Fischer. Und wie geht‘s weiter im Machtkampf zwischen Hitzlsperger und Vogt? Geht die Führungskrise zu Ende? Am Samstag sagte der Vorstands-Boss des VfB Stuttgart dazu: „Es muss nach vorne gehen, wir müssen konstruktiv zusammenarbeiten und ich werde meinen Teil dazu beitragen.“ Klingt nach einem ersten Schritt zur Besserung.
Vereinsbeirat tagt! Wer wird denn nun Präsident beim VfB Stuttgart?
Erstmeldung vom 14. Februar: An diesem Wochenende gab es das erste große Beben im ohnehin schon riesigen Chaos beim VfB Stuttgart. Datenskandal, Machtkampf und Führungskrise - und das obwohl es bei den Schwaben auf dem Platz als Aufsteiger doch recht gut läuft. Nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Hertha BSC, kam die Knaller-Meldung: Der VfB Stuttgart beruft die Vorstände Jochen Röttgermann und Stefan Heim ab.
Anders ausgedrückt: Zwei von drei Vorstandsmitglieder wurden gefeuert. Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger darf indes bleiben und bekommt sogar „volle Rückendeckung“ vom Aufsichtsrat der AG, wie echo24.de bereits berichtete. Genau in diesem Aufsichtsrat sitzt auch Claus Vogt. Der aktuelle Präsident, der Kontrahent von Hitzlsperger im Machtkampf.
Am heutigen Sonntag kommt der Vereinsbeirat, der auch die Kandidaten der Präsidentenwahl zulässt, zusammen. Eine Entscheidung muss da nicht zwangsläufig fallen, dennoch wird es wohl ein großes Thema sein. Bislang sind nur die Bewerbungen von Vogt und Volker Zeh bekannt. Um den Präsidenten des EC Kitzbühel und Unternehmer Zeh ist es bislang recht still beim sonst so lauten VfB Stuttgart. Ob das vielleicht sogar eine gute Sache in der turbulenten Landeshauptstadt ist?
VfB-Vereinsbeirat sucht Kandidaten: Wird Claus Vogt gar nicht nominiert?
Die Fans stehen zum Großteil wohl hinter Vogt - zumindest die, die sich äußern. Der aktuelle Präsident des VfB Stuttgart schreibt in Mitteilungen, offenen Briefen und Beiträgen regelmäßig von den Interessen der Fans, die er vertritt. Er soll jedoch recht isoliert sein in der Führungsetage. Wie der Kicker schreibt, kann es passieren, dass der Vereinsbeirat Claus Vogt gar nicht nominiert.
Es gibt im achtköpfigen Gremium wohl je drei Stimmen FÜR und GEGEN Vogt sowie ein Duo, dass sich noch nicht entschieden hat. Auch wollte der Vereinsbeirat selbst nach geeigneten Kandidaten suchen. Ein Ergebnis dieser Suche ist genauso offen, wie die Frage, ob es nicht doch heute schon zu einer Entscheidung kommt. Es könnte der nächste Knall beim VfB Stuttgart werden...




