Pläne von Union und SPD
Mindestlohn-Erhöhung auf 15 Euro geplant: Wann Arbeitnehmer mehr Geld kriegen sollen
VonLisa Kleinschließen
Union und SPD wollen den Mindestlohn in Deutschland auf 15 Euro anheben. Schon bald könnte es deutlich mehr Geld für Geringverdiener geben.
Die Sondierungsgespräche von Union und SPD sind abgeschlossen, jetzt geht es an die Koalitionsverhandlungen. Erste Pläne haben die beiden Parteien bereits bekannt gegeben: In verschiedenen Bereichen soll es mehr Geld geben. So soll es einen erheblichen Steuer-Vorteil für Rentner geben. Für Arbeitnehmer ist ein höherer Mindestlohn geplant.
Mindestlohn soll auf 15 Euro steigen – das planen Union und SPD
Der Mindestlohn in Deutschland ist zum Jahresanfang gestiegen – seit 1. Januar 2025 verdienen Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 12,82 Euro. Mit dem neuen Mindestlohn gibt es auch eine neue Einkommensgrenze, was steuerfrei verdient werden darf. Die Minijob-Grenze verschiebt sich damit von 538 Euro auf 556 Euro.
Für die weitere Entwicklung des Mindestlohns soll sich die Kommission „sowohl an der Tarifentwicklung als auch an 60 Prozent des Bruttomedianlohns von Vollzeitbeschäftigten orientieren“, wie es im Papier von Union und SPD heißt. „Auf diesem Weg ist ein Mindestlohn von 15 Euro im Jahr 2026 erreichbar“, schreibt die dpa. 2015 lag der Mindestlohn noch bei 8,50 Euro.
In Sachen Mindestlohn liegt Deutschland im EU-Vergleich recht weit vorne – allerdings nicht ganz an der Spitze. echo24.de berichtet, wie viel Mindestlohn es in den anderen europäischen Ländern gibt und wie Deutschland im Europa-Vergleich abschneidet.
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