Pläne von Union und SPD
Steuer-Änderung soll mehr Geld bringen: Neue Einkommensgrenze für Rentner
VonLisa Kleinschließen
Als Rentner weiterhin zu arbeiten und im Job zu bleiben, soll attraktiver werden: Union und SPD planen, die steuerfreie Einkommensgrenze für Rentner anzupassen.
Union und SPD möchten zusammen regieren – die Sondierungsgespräche sind abgeschlossen. Bald sollen die Koalitionsverhandlungen anstehen – dort geht es dann ins Detail. Erste Vereinbarungen haben die Verhandlungsführer aber bereits getroffen – diese betreffen auch die Rente.
Steuer-Änderung geplant – neue Einkommensgrenze für arbeitende Rentner
Generell können Rentner im Ruhestand so viel Geld hinzuverdienen, wie sie möchten. Allerdings sollte gut überlegt und durchgerechnet sein, wie viel Rentner im Ruhestand wirklich arbeiten wollen. Denn: Auch im Alter müssen weiterhin Steuern gezahlt werden. So kann sich je nach Hinzuverdienst die Rente schnell schmälern.
Aktuell ist lediglich der Hinzuverdienst in Höhe eines Minijobs von bis zu 556 Euro pro Monat steuerfrei. „Damit Ihr Hinzuverdienst zur Rente 2025 steuerfrei bleibt, können Sie also jährlich bis zu 6672 Euro verdienen“, erklärt die Versicherung ARAG.
Das wollen Union und SPD allerdings ändern: Wer in der Rente noch freiwillig weiterarbeitet, soll bis zu 2000 Euro im Monat steuerfrei dazuverdienen können, schreibt die Deutsche Presseagentur (dpa). Das wären dann 24.000 Euro pro Jahr.
Aktivrente soll kommen – wer davon profitiert
Die Union möchte damit die „Aktivrente“ attraktiv machen. Eine Maßnahme, die dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenwirken soll. Für Arbeitnehmer soll es ohne drohenden Steuerabzüge attraktiver werden, länger im Job zu bleiben und auch über das Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten.
Auch eine Erweiterung der Mütterrente ist geplant, wie echo24.de ausführlich berichtet. Auch für vor 1992 geborene Kinder sollen drei statt wie bisher maximal zweieinhalb Erziehungsjahre bei der Rente angerechnet werden.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Lobeca
