Mütterrente angepasst

Renten-Erweiterung geplant: Das kann sich für Eltern bald ändern

  • VonLaura Bernert
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Nach der Bundestagswahl treffen sich die Parteien und besprechen die wichtigsten Punkte – auch das Thema Rente. Gerade Eltern könnten von einer Erweiterung der Mütterrente profitieren.

Die Bundestagswahl ist vorüber, die Gespräche über Koalitionen laufen. In sogenannten Sondierungsgesprächen haben sich die Parteien CDU, CSU und SPD abgestimmt, was sie gemeinsam in einer möglichen Regierung durchsetzen würden. Ein gemeinsames Sondierungspapier fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Darin geht es auch um die Rente.

Vor allem für Mütter könnte sich dadurch einiges ändern. Im vergangenen Jahr war im Streit um den Bundeshaushalt noch überlegt worden, die Mütterrente komplett abzuschaffen – was fatale Folgen für etliche Frauen mit sich gebracht hätte. Nun soll die Mütterrente sogar ausgeweitet werden.

Mütterrente für mehr Menschen? Eltern könnten künftig mehr Geld bekommen

Doch was versteht man überhaupt unter der Mütterrente? Die Deutsche Rentenversicherung erklärt, dass die Mütterrente zu einer besseren Anerkennung von Erziehungszeiten für Kinder sorgen soll. Demnach stehen den Erziehenden, egal ob Mann oder Frau, zusätzliche Rentenpunkte zu. Geplant sind drei Rentenpunkte für alle – unabhängig vom Geburtsjahr der Kinder. Im Klartext: Auch für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, sollen drei Rentenpunkte angerechnet werden.

Unter einer schwarz-roten Regierung könnten mehr Eltern von der sogenannten Mütterrente profitieren.

Bislang macht der Gesetzgeber einen Unterschied: Wessen Kinder nach 1992 geboren sind, kann sich bis zu drei Jahre für die Erziehungszeit anrechnen lassen. Bei allen anderen sind nur zweieinhalb Jahre anrechenbar. Wenn es nach Union und SPD geht, ändert sich das in einer möglichen gemeinsamen Regierungszeit.

Bei Rente und Mietpreis: Neue Regierung plant Änderungen

Außerdem soll es für Senioren auch künftig möglich sein, trotz der Rente weiterzuarbeiten. Allerdings soll den Rentnern mehr als bislang ohne Abzüge zur Verfügung stehen. Die Parteien planen, dass bis zu 2000 Euro steuerfrei dazuverdient werden können.

Für 2025 rechnen Experten damit, dass die Mietpreise deutlich steigen. Dagegen will die mögliche schwarz-rote Regierung etwas tun. In den Sondierungsgesprächen einigten sich die Union und die SPD darauf, dass die Mietpreisbremse um zwei Jahre verlängert werden soll. Die Maßnahme gegen hohe Mieten wäre sonst Ende des Jahres ausgelaufen. Statt einer Mietpreisbremse könnten auch andere Lösungen möglich sein, beispielsweise ein Steuervorteil für Vermieter.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Zoonar

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