Hobby-Griller aufgepasst
Fehler kann teuer werden: In welchen Müll gehört Grillkohle?
VonAdrian Kilbschließen
Für viele Millionen Menschen in Deutschland gehört Grillen im Frühjahr dazu. Doch nach der Grill-Party muss einiges beachtet werden. Wer Kohle falsch entsorgt, für den könnte es schnell teuer werden.
Viele Menschen in Deutschland haben sehnsüchtig darauf gewartet. Aber spätestens seit dem ersten April-Wochenende mit zum Teil hochsommerlichen Temperaturen ist die Grill-Saison wohl offiziell eröffnet. Auch wenn der April bekanntlich macht, was er will und auf heiße Tage wieder regnerische und kalte folgen, geht die Tendenz klar Richtung Sommer und tolles Wetter. So wurden in den ersten zehn Apriltagen noch nie so hohe Temperaturen gemessen.
Doch wer in diesen Tagen den Grill auf dem Balkon oder im Garten anschmeißen möchte, sollte vorher noch ein paar Dinge beachten. echo24.de fasst ausführlich zusammen, an welche Regeln sich Hobby-Griller halten müssen, wenn sie kein heftiges Bußgeld oder einen Nachbarschaftsstreit riskieren möchten.
So wird die Grillkohle nach der Sommerparty korrekt entsorgt
Grillkohle ist nach dem Grillen immer noch heiß und darf nicht direkt in den Müll geschmissen werden. Wichtig ist es deshalb zunächst, die Grillkohle mit Wasser abzulöschen und dann ein paar Stunden abzuwarten, bis sie vollständig abgekühlt ist. Ansonsten droht Brandgefahr.
„Die Kohle sollte mindestens 24 Stunden auskühlen, besser noch länger“, empfiehlt „landundforst.de“. Metallbehälter mit heißer Kohle müssen dabei auf feuerfestem Boden stehen, denn auch Funkenflug kann einen Brand auslösen.
Aber spätestens dann sollte einer ausgelassenen Sommerparty mit Freunden unter wärmenden Sonnenstrahlen nichts mehr im Wege stehen. Beim Grillen kann es schon mal heiß hergehen. Dennoch ist es wichtig, auch hinterher noch einen kühlen Kopf zu bewahren, damit nichts schiefgeht.
Achtung Grill-Freunde – in diesem Müll gehört die Grillkohle
Erst danach kann der Gastgeber sie, eingepackt in einem Müllbeutel, entsorgen. Aber Achtung: Wer denkt, er könnte diese einfach zusammen mit den Essensresten wegschmeißen, befindet sich auf dem Holzweg. Grillkohle gehört in die Restmülltonne, Essensreste dagegen in den Bio-Abfall. „Im Biomüll hat die kalte Grillkohle nichts verloren, da sie Rückstände von Fett, Schwermetallen und Acrylamid enthalten kann“, schreibt „svz.de“.
Grillkohle an öffentlichen Plätzen richtig entsorgen – Fehler kann bis zu 30.000 Euro kosten
An vielen öffentlichen Grillplätzen gibt es zudem für die Entsorgung von Grillkohle vorgesehene Behälter. Wer hier nicht korrekt handelt und die Kohle falsch entsorgt, für den könnte es schnell teuer werden. 2500 bis 30.000 Euro kostet es beispielsweise an Bußgeld, wenn heiße Grillasche Löcher in die öffentlichen Rasenflächen & Co. brennt, schreibt „rpr.de“.
Auch im eigenen Garten drohen hohe Kosten. Wenn es hier zu einem Brand kommt, weil fahrlässig gehandelt wurde, muss unter Umständen die Kosten für einen Feuerwehreinsatz selbst bezahlen, berichtet „landundforst.de.
Übrigens lauern nicht nur beim Grillen für Gartenfreunde einige Fallen. echo24.de hat aufgelistet, was Mieter auf dem Balkon und im Garten nicht machen dürfen. Werden die Vorschriften missachtet, drohen hohe Geldstrafen.
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