Neuerungen im Überblick
Renten-Änderungen 2025: Das gilt jetzt für Senioren
VonMichaela Ebertschließen
Neues Jahr, neue Gesetze: Während 2025 bestimmte Jahrgänge in den Ruhestand treten, können sich andere über mehr Geld freuen.
Jedes neue Jahr bringt auch Änderungen. Neben Autofahrern, Mietern und Arbeitnehmern trifft es 2025 auch Millionen Rentner. Während sich einige Geburtsjahrgänge über ihren ersten Tag in Rente freuen können, gibt es für andere mehr Geld aufs Konto. Was müssen Ruheständler noch über das neue Jahr wissen? Das Wichtigste im echo24.de-Überblick:
- 2025 in Rente: Diese Jahrgänge erreichen die Regelaltersgrenze
- Renten-Erhöhung auch 2025?
- Empfänger der Erwerbsminderungsrente dürfen mehr hinzuverdienen
- Rentenaufschrubsprämie soll eingeführt werden
- Änderung beim Freibetrag für Rentner: So hoch ist der Steuer-Anteil ab 2025
- Termine für Renten-Auszahlung 2025: An diesen Tagen gibt‘s Geld
Renten-Beginn 2025: Diese Jahrgänge dürfen abschlagsfrei in den Ruhestand
Wer wann in den Ruhestand gehen darf, richtet sich vor allem nach dem Geburtsjahr. Auch im Jahr 2025 steht für Millionen von Arbeitnehmern der erste Renten-Tag im Kalender. Im Jahr 2025 müssen Arbeitnehmer mindestens 66 Jahre alt sein, um abschlagsfrei in Rente zu gehen. Die Jahrgänge 1958 und 1959 werden deshalb im kommenden Jahr das Rentenalter erreichen.
Mehr Geld durch eine Rentenerhöhung 2025? Das sagen die aktuellen Prognosen
Wer das Ruhestandsalter bereits erreicht hat und eine Rente bezieht, konnte sich zuletzt über Zuschläge freuen. Für viele Menschen blieb deshalb schon seit Juli 2024 am Ende des Monats mehr Netto vom Brutto auf dem Konto übrig. Die Rentenerhöhung lag in diesem Jahr bei 4,57 Prozent. Da eine Rentenerhöhung zudem an die Lohnentwicklung gekoppelt ist, stehen die Chancen gut, dass sie auch 2025 wieder steigen wird, wie Experten bereits prognostizierten. Sollte die Rente tatsächlich erhöht werden, dürfen sich Senioren ab dem 1. Juli 2025 über mehr Geld freuen.
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Renten-Änderung ab 2025: Empfänger von Erwerbsminderungsrente dürfen mehr hinzuverdienen
Wer wegen Krankheit nicht mehr vollumfänglich arbeiten kann, erhält in Deutschland die sogenannte Erwerbsminderungsrente. Als voll erwerbsgemindert gilt zum Beispiel, wer aufgrund der Krankheit oder Behinderung weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann, erklärt die „Deutsche Rentenversicherung“ (DRV).
Trotzdem dürfen Empfänger der Erwerbsminderungsrente aber natürlich arbeiten gehen, um sich etwas hinzuzuverdienen – und ab 2025 steigt diese Grenze an. Rund 1,8 Millionen Menschen könnten davon profitieren, wie echo24.de bereits berichtete.
Liste zeigt: So viel darf ab 2025 zur Erwerbsminderungsrente hinzuverdient werden
- Neue Hinzuverdienstgrenze bei voller Erwerbsminderung: 19.661,25 Euro pro Jahr
- Neue Hinzuverdienstgrenze bei teilweiser Erwerbsminderung: 39.322,50 Euro pro Jahr
So dürfen die Empfänger der teilweisen Erwerbsminderungsrente seit dem 1. Januar 2024 pro Jahr bis zu 37.117,50 Euro nebenher verdienen. Bei voller Erwerbsminderung liegt die Grenze sogar bei 18.558,75 Euro. Ab 1. Januar 2025 soll diese Hinzuverdienstgrenze angehoben werden – auf 19.661,25 Euro im Jahr bei voller Erwerbsminderung und 39.322,50 Euro jährlich bei teilweiser Erwerbsminderung.
Bei voller Erwerbsminderung dürfen Rentner nach dieser Rechnung maximal 1.638 Euro im Monat aus einer Beschäftigung hinzuverdienen. Sind sie teilweise erwerbsgemindert, können sie ein monatliches Bruttogehalt von knapp 3.276 Euro einstreichen.
Rentenaufschubsprämie ab 2025: Warum Senioren bis zu 22.000 pro Jahr extra bekommen können
Auch Senioren, die sich entscheiden, trotz ihrer Regelaltersgrenze weiterzuarbeiten, sollen 2025 von einer Renten-Änderung profitieren. Denn: Die Bundesregierung plant, dafür die sogenannte Rentenaufschubsprämie auszuzahlen. Diese kann jährlich bei bis zu 22.000 Euro liegen und nach verschiedenen Modellen ausgezahlt werden.
- Senioren, die trotz Renten-Bezügen weiterarbeiten, aber nicht mehr in die Rentenversicherung einzahlen, bekommen die weiterlaufenden Arbeitgeberbeiträge direkt ausbezahlt. Dasselbe gilt für die Arbeitgeberbeiträge zur Arbeitslosenversicherung.
- Senioren, die trotz Regelaltersgrenze hinaus weiterarbeiten und noch keine Rente in Anspruch nehmen, bekommen eine Einmalzahlung in Höhe aller entgangenen Monatsrenten. Diese Prämie soll bis zu drei Jahre angespart werden dürfen und zum Start in den Ruhestand ausgezahlt werden.
Änderung beim Freibetrag: So viel Steuern müssen Rentner 2025 abgeben
Ebenso wie auf Gehalstauszahlungen und Co. fallen auch auf die Rente Steuern an. Doch der Rentenfreibetrag ändert sich Jahr für Jahr. Demnach stieg der Steueranteil der Rente von 2005 bis 2020 jährlich um zwei Prozentpunkte. Rentner, die 2005 noch 50 Prozent steuerfrei bekamen, erhielten 2020 nur noch 20 Prozent. Seit 2020 wurde diese Entwicklung gebremst – mit nur noch einem Prozent. Seit 2023 wird der steuerpflichtige Anteil nur noch um 0,5 Prozentpunkte pro Jahr angehoben.
Für Menschen, die im Jahr 2025 in den Ruhestand gehen, liegt der Steuerfreibetrag somit bei 15 Prozent. Demnach müssen 85 Prozent der erhaltenen Rente versteuert werden.
Renten-Auszahlung 2025: Wann das Geld auf dem Konto der Senioren landet
Für viele Menschen in Deutschland ist die Rente das einzige Einkommen im Alter. Für sie ist es daher besonders wichtig, zu wissen, wann das Geld auf dem Konto landet. Je nach dem Zeitpunkt des Renten-Eintritts wird die Rente vor- oder nachgelagert ausgezahlt. Die Termine mit den jeweiligen Auszahlungstagen hat echo24.de bereits in einer Tabelle zusammengefasst.
Generell aber gilt: In der Regel wird die Rente immer am letzten Werktag des Monats ausgezahlt. Bei einem Rentenbeginn vor dem Jahr 2004 erfolgt die Auszahlung bereits im Voraus – bei einem Rentenbeginn nach 2004 erfolgt die Auszahlung im Nachhinein, also rückwirkend am Ende des Monats für den selben Monat.
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