Warnung vor Eisregen

Zahlreiche Glätte-Unfälle in Baden-Württemberg – hier hat es gekracht

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  • Julia Cuprakowa
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Dutzende Male hat es in Baden-Württemberg am Mittwoch gekracht: Im Südwesten legt Glatteis den Verkehr lahm – selbst die Fahrt über die Autobahn wird zur Rutschpartie. Wo es besonders gefährlich wird.

Die gefährliche Wetterlage in Baden-Württemberg hat am Mittwochmorgen bereits für die ersten Verkehrsunfälle gesorgt – dutzende Male hat es im Südwesten wegen glatter Straßen bereits gekracht. Im ganzen Land wird vor spiegelglatten Straßen gewarnt.

Winter-Comeback in Heilbronn: Die schönsten Schnee-Bilder

Schnee in Heilbronn
schnee in heilbronn
Schnee in Heilbronn
Schnee in Heilbronn
Winter-Comeback in Heilbronn: Die schönsten Schnee-Bilder

Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise an die glatten Straßenverhältnisse anzupassen und langsam zu fahren. Wer kann, sollte zu Hause bleiben. echo24.de erklärt, wie Autofahrer trotz Glätte sicher ans Ziel kommen. Wer sich trotzdem nach draußen wagt, muss besonders vorsichtig sein.

Zahlreiche Unfälle auch in Heilbronn und der Umgebung – Unwetterwarnung aufgehoben

19:30 Uhr: Auch in Heilbronn und Umgebung ereigneten sich am Mittwoch zahlreiche Unfälle. Allerdings war dies nur ein Bruchteil der über 170 Unfälle vom Montag. Wie die Polizei Heilbronn auf Anfrage von echo24.de mitteilte, kam es in Heilbronn und Umgebung zu rund 20 Glätteunfällen. Dabei sei eine Person leicht verletzt worden, so die Polizei. Hauptsächlich kam es zu Sachschäden.

Mit weiteren Glätteunfällen ist nicht zu rechnen. Denn für Baden-Württemberg gilt keine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mehr. Das war am frühen Mittwochabend auf der Internetseite des DWD zu lesen.

Zuvor hatte der Wetterdienst vor extremem Glatteis im Südwesten gewarnt – Stufe drei auf der vierstufigen Warnskala des DWD. Gebietsweise galt im Land die erste oder zweite Warnstufe. Am Donnerstag soll es kühler werden. Auch Schnee wird wieder erwartet. Doch wie kommt es zu diesen extremen Temperatur-Schwankungen? Ein Experte verrät, was es mit dem Wetter-Chaos auf sich hat.

A5 nach Sperrung wegen Glätte wieder frei – Unfälle im „Minutentakt“ durch Eisschicht

14:20 Uhr: Die A5 ist nach mehreren Teilsperrungen wegen einer Eisschicht wieder frei. 17 Unfälle soll es auf der Autobahn bei Rastatt und Baden-Baden am Morgen gegeben haben, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch mitteilte. Es habe Unfälle „im Minutentakt“ gegeben, hieß es. Im gesamten Präsidiumsbereich zählten die Beamten rund 50 Unfälle.

Die Polizei hatte zunächst angekündigt, die A5 in beide Richtungen voll zu sperren. Dazu kam es nach späteren Angaben jedoch nicht. Mehrere Teilsperrungen reichten laut Polizei aus. 

Rund 50 Unfälle in Mittelbaden bis zu Mittag – zum Großteil nur Blechschäden

12:50 Uhr: Stand 12 Uhr mussten die Polizisten seit den Nachtstunden präsidiumsweit rund 50 Unfälle aufnehmen und bearbeiten, teilt die Polizei Offenburg am Mittwochmittag mit. „Glücklicherweise verliefen die Mehrheit der Kollisionen glimpflich und ohne Verletzte. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden lediglich in Einzelfällen Personen leicht verletzt; Schwerverletzte sind nach aktueller Lage nicht zu beklagen“, heißt es.

Zahlreiche Glätte-Unfälle in Karlsruhe und auf der A8: Auch Fußgänger und Radfahrer verunfallt

12:05 Uhr: Glatt, glatter, Baden-Württemberg – immer mehr Unfälle ereignen sich aktuell aufgrund der Wetterlage. Wie die Polizei Karlsruhe mitteilt, hat es wegen überfrierender Nässe in der Region besonders glatte Straßen gegeben. Im Stadt- und Landkreis hat es zwischen 6 und 10:30 Uhr neun Glätte-Unfälle gegeben. Auf der A8 hat es gegen 9 Uhr zwischen Pforzheim und Karlsruhe gegen neun gleich zweimal gekracht.

Am Hauptbahnhof Karlsruhe sowie in Rheinstetten Mörsch stürzten laut Polizei bereits mehrere Fußgänger auf vereisten Wegen und erlitten Verletzungen“. Auf der Weiherfeldbrücke in Karlsruhe stürzte eine Radfahrerin und erlitt schwere Verletzungen am Bein. echo24.de hat ein paar Tipps zusammengefasst, wie Fußgänger im Winter sicher übers Glatteis kommen.

Eis-Chaos trifft auch Heilbronn: Teils schwere Unfälle in der Region

11:09 Uhr: Nachdem es im Präsidiumsgebiet der Polizei Heilbronn am Montag und Dienstag bereits und 170 Unfälle auf glatten Straßen gegeben hatte, steigt die Zahl auch am Mittwochmorgen weiter. Auch auf der Autobahn kam es zwischenzeitlich zu schweren Unfällen, bei denen auch Menschen verletzt wurden.

Wie echo24.de bereits berichtet, hatte es am Morgen auf der A6 gekracht – ein Auto überschlug sich hierbei mehrfach. Zum Unfallhergang kann die Polizei zwar noch nichts sagen, laut eines Sprechers sei ein Glätteunfall „bei den aktuellen Witterungsbedingungen jedoch nicht auszuschließen.“

Glätte-Warnung auf der Autobahn: Besondere Vorsicht am Weinsberger Kreuz geboten

Insgesamt liege die Zahl der Glätteunfälle am Mittwochmorgen im Polizeipräsidium Heilbronn im einstelligen Bereich. Am Weinsberger Kreuz, der Verbindungsstelle von A6 und A81, sei ein Fahrzeug am Morgen in die Leitplanke geraten – der Fahrer wurde leicht verletzt. Alle weiteren Kollisionen kamen mit einem Blechschaden davon.

Zwischenzeitlich hat auch der Allgemeine Deutsche Automobil-Club eine Warnung ausgesprochen: Auf der A6 zwischen dem Kreuz Weinsberg und Heilbronn/Neckarsulm besteht in beide Fahrtrichtungen Rutschgefahr durch Eis.

A5 wegen Eisschicht streckenweise gesperrt

10:39 Uhr: Die A5 ist wegen einer bestehenden Eisschicht zwischen den Anschlussstellen Rastatt-Nord und Baden-Baden zunächst gesperrt worden. In beide Fahrtrichtungen wurde die Autobahn wegen einer nicht kalkulierbaren Gefährlichkeit der Strecke bis auf Weiteres gesperrt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Glatteis in Baden-Württemberg: Dutzende Unfälle am Mittwochmorgen im Südwesten

9:14 Uhr: Auch die Landkreise Konstanz, Rottweil und Tuttlingen waren von dem Verkehrschaos betroffen. Auch in Freiburg hatte es am Morgen bereits viele Unfälle wegen Glatteis gegeben – rund 30 an der Zahl. „Einsatzkräfte sind verstärkt im Einsatz, um Unfallstellen zu sichern und Verletzten schnellstmöglich Hilfe zukommen zu lassen“, wie ein Sprecher der Polizei gegenüber der „dpa“ erklärte.

Die Sprecher der Polizeipräsidien Stuttgart, Offenburg, Ravensburg und Reutlingen sprachen am Morgen von einzelnen Unfällen, auch hier blieb es vor allem bei Sachschäden. Auch auf der B27 bei Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) und auf der A8 bei Aichelberg sei es besonders rutschig, wie der „Südwestrundfunk“ (SWR) berichtet.

In Schorndorf im Rems-Murr-Kreis rutschte ein 19-Jähriger mit seinem Wagen von der Fahrbahn, weil er zu schnell unterwegs war. Er blieb unverletzt. Nur eine halbe Stunde vorher prallte eine Fahrerin ebenfalls in Schorndorf aufgrund der Glätte in die Leitplanke.

Wegen Glätte: Mehrere Unfälle auf der A5

Erstmeldung, 17. Januar, 9:03 Uhr: Auf der A5 sind laut Polizei am Mittwochmorgen rund um Rastatt etliche Autofahrer ins Schlingern geraten, hierbei gegen die Leitplanke oder andere Fahrzeuge gestoßen. Ob oder wie viele Menschen hierbei verletzt worden sind, lasse sich derzeit nicht sagen.

Wegen Eisregen und Glätte-Gefahr: Einschränkungen beim Flug-Verkehr in Baden-Württemberg

Wie die Rhein-Neckar-Verkehrs GmbH in Mannheim vorab mitteilte, können Schnee- und Eisglätte Verspätungen und Ausfälle auslösen. Auch Flughäfen kämpfen mit den Folgen der extremen Wetterlage, wie echo24.de bereits berichtete.

Der Baden-Airpark – Flughafen Karlsruhe Baden-Baden hatte Passagieren empfohlen, genügend Zeit für eine sichere Anreise unter diesen Wetterbedingungen einzuplanen. Vom Euro-Airport Basel-Mulhouse-Freiburg starteten und landeten laut Online-Flugplan die meisten geplanten Flugzeuge.

Warnung vor Eisregen: Spiegelglatte Straßen in Baden-Württemberg

Entspannung ist im Tagesverlauf jedoch nicht in Sicht. Zwar sei dem Deutschen Wetterdienst zufolge das schlimmste bereits überstanden, doch gegen Nachmittag soll sich eine Regenfront über Baden-Württemberg schieben, die für gefährliche Eisregen sorgen könnte. Trifft der Regen auf den teilweise noch gefrorenen Boden, könnte es spiegelglatt werden. Noch bis Donnerstagfrüh warnt der DWD für den Norden Baden-Württembergs vor extremem Glatteis. Hier können sich starke Eispanzer bilden.

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska/dpa/Symbolbild

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