Wetter in Baden-Württemberg
Wird der Juli 2023 sechs Grad zu heiß? Wetter-Experte erklärt heftige Prognose
VonTobias Beckerschließen
Der Juli soll zu heiß und zu trocken werden, doch nun gibt es eine Schockprognose: Bis zu sechs Grad über dem Klimamittel soll der Monat ausfallen. Was ist dran?
Hitze und Trockenheit haben den Juni geprägt. Im Juli soll das Wetter in Baden-Württemberg nicht anders werden. Zumindest, wenn es nach den Prognosen des amerikanischen CFS-Modell geht. Demnach wird der Juli 2023 zwischen ein und zwei Grad zu warm berechnet. Doch nun gibt es eine Schock-Prognose: Experten erklären, der Juli kann sogar bis zu sechs Grad zu warm werden im Vergleich zum langjährigen Klimamittel.
Wetter in Baden-Württemberg: Keine Wende im Juli – Dürre bleibt
Der Juni war durchweg sommerlich, die Temperaturen meist bei 25 Grad und oft sogar darüber. Es hat eine Hitzewelle gegeben, an mehreren Tagen wurde die 30-Grad-Marke geknackt. Letztlich landet der erste Sommermonat 2023 wohl unter den Top Fünf der wärmsten Juni-Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881. Der Sommer hat Fahrt aufgenommen, bremst aber in der letzten Juni-Woche nochmal etwas. Das Ende des Monats fällt wohl ins Wasser.
Eine Wetter-Wende wird es wohl nicht geben im Juli, denn auch die ersten Tage im neuen Monat bringen um die 25 Grad, in Baden-Württemberg aber möglicherweise auch den ein oder anderen Regentropfen. Das Dürre-Problem wird dadurch nicht gelöst, die Waldbrandgefahr bleibt hoch. Generell soll der Juli ein bis zwei Grad zu warm werden im Vergleich zum langjährigen Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020, laut Prognose des amerikanischen CFS-Modells.
Schock-Prognose für den Juli – das sagt Meteorologe Dominik Jung zum 6-Grad-zu-warm-Hammer
Wie echo24.de bereits erklärt hat, greifen viele Experten auf dieses Wettermodell zurück, wenn es um langfristige Prognosen geht, die meist als Tendenz gesehen werden sollten. Doch nun gibt es die Schock-Prognose! „Nach einem normalen Start ist weiter brutale Hitze angesagt, die das Monatsmittel am Ende fast 6 Grad zu warm da stehen lässt im Vergleich zum eh schon dem Klimawandel angepassten Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020“, schreibt „wetter.de“
Ein Juli, der sechs Grad zu warm wird? „Das wäre extrem“, sagt „wetter.net“-Meteorologe Dominik Jung auf echo24.de-Anfrage. Der bekannte Wetter-Experte erklärt auch: „Es geht zwar immer weiter nach oben, aber eine Abweichung von sechs Grad gab es noch NIE in einem Juli.“ Doch die Temperaturen steigen immer weiter, es wird in Zukunft immer wärmer werden.
Jung: „Klar werden, wenn es so weiter geht, auch bald mal 23 oder 24 Grad drinnen sein.“ Das neue Klimamittel liegt derzeit bei 18,3 Grad. Im Juli 2023 sind wohl eher 20, vielleicht auch noch 21 Grad möglich. Sechs Grad wirken deutlich zu viel, fast schon nach einer Protz-Prognose, wie echo24.de kommentierte.
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