BPA und Steuern

Änderungen bei Plastikflaschen: Diese Verbote sollte 2025 jeder kennen

  • Adrian Kilb
    VonAdrian Kilb
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Ein chemischer Stoff wird verboten und mehr Pfandflaschen dürfen steuerfrei abgegeben werden: Was sich rund um die Plastikflasche 2025 ändert.

Der Einkauf bei Lidl, Kaufland und Co. hält einige Änderungen für Kunden parat. So müssen Supermärkte und Discounter nach einem Urteil Rabatte künftig anders kennzeichnen. Damit möchte das Gericht verhindern, dass die Konsumenten durch die Preiswerbung verwirrt werden. Zudem steigen gerade bei den Eigenmarken die Preise enorm – was vor allem ärmere Leute trifft, die auf günstigere Produkte zurückgreifen müssen.

Auch im Flaschensortiment bleibt nicht alles beim Alten. Ab sofort können Kunden in vielen Edeka-Märkten in Baden-Württemberg ihren Wein in Mehrwegflaschen kaufen. Doch auch bei den Plastikflaschen kommt es mit dem Jahreswechsel zu einigen Neuerungen.

Änderung bei Plastikflaschen: Was ab 2025 streng verboten ist

Im Juni 2024 stimmten die EU-Staaten einem Verbot zum Jahresende von Bisphenol A zu. Der chemische Stoff wurde nicht nur bei der Herstellung von beschichteten Konservendosen und Plastikverpackungen verwendet, sondern unter anderem auch in wiederverwendbaren Plastik-Trinkflaschen. Die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stellte fest, dass Bisphenol A ein Gesundheitsrisiko für Verbraucher aller Altersgruppen darstellt – und darf deswegen nach dem Jahreswechsel nicht mehr verwendet werden.

Eine Aufnahme des Stoffs kann das Immunsystem schädigen und das menschliche Hormonsystem negativ beeinflussen. Ihre Struktur weist Ähnlichkeiten zum Hormon Östrogen auf, wodurch der Stoff mit den entsprechenden Rezeptoren im Körper interagieren könnte. Die möglichen gesundheitlichen Folgen sind verheerend und reichen von Unfruchtbarkeit, Krebs und Diabetes bis hin zu neurologischen Störungen, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Auch die Entwicklung des Gehirns könnte durch das Hormongift gestört werden. Als Risikogruppen gelten insbesondere Säuglinge, Kinder und Schwangere.

Neuerung bei Pfandflaschen: Ab welchem Betrag ab 2025 Steuern gezahlt werden müssen

Pfand-Flaschen sollen nach den Angaben Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) frei von BPA sein. Aber auch bei diesen ändert sich 2025 etwas. Wer im großen Stil Flaschen sammelt und abgibt, muss unter Umständen darauf Steuern zahlen, wie die „Main Post“ schreibt. Was sich erstmal absurd anhört, lässt sich plausibel begründen. Einkünfte aus dem Pfandsammeln können als gewerbliche Tätigkeit eingestuft werden. Darauf fallen Steuern an, sobald der erzielte Gewinn eine bestimmte Grenze überschreitet.

Viele Plastikflaschen und Verpackungen verschwinden 2025 aus Supermärkten. (Symbolbild)

Da der Grundfreibetrag, der die steuerfreien Einkünfte regelt, 2025 leicht angehoben wird, dürfen Pfandflaschensammler damit im kommenden Jahr mehr verdienen, ohne vom Finanzamt belangt zu werden. Bis Ende November lag der Grundfreibetrag bei 11.604 Euro für Singles in Deutschland. Er berechnet sich danach, wie viel Geld die Menschen im Jahr brauchen, um das Existenzminimum zu sichern, erklärt der Verein „Vereinigte Lohnsteuerhilfe“.

Im Dezember wurde der Grundfreibetrag rückwirkend zum 1. Januar 2024 um 180 Euro auf insgesamt 11.784 Euro angehoben. Zum Jahreswechsel steigt er nach aktuellen Steuerplänen auf dann 12.084 Euro. Bis zu diesem Betrag fallen also 2025 auf Pfandflaschen keine Steuern an.

Rubriklistenbild: © instantvise/Imago

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