Kaufland, Lidl und Co
Miese Einkaufs-Maschen – mit diesen Tipps tappen Kunden nicht in die Supermarkt-Falle
VonAnni Gebhardschließen
Egal, ob im Supermarkt oder im Discounter: Fiese Einkaufsfallen sollen die Kunden zum Kauf von Produkten verleiten – wie sich Verbraucher schützen können.
Hier noch eine Süßigkeit, da noch ein Non-Food-Artikel und plötzlich ist der Wocheneinkauf wieder viel teurer als gedacht. Mit ausgefeilten Maschen, die zum Beispiel die Warenplatzierung oder die Griffe des Einkaufswagens betreffen, tricksen Supermärkte ihre Kunden aus. Sogar die Farben haben einen Einfluss auf das Kaufverhalten. Das Ziel: Mehr Umsatz durch ungeplante Käufe – so können sich Kunden vor den Fallen schützen.
Griffe am Einkaufswagen, Warenplatzierung: Die Liste der Einkaufsfallen ist lang
Supermärkte bedienen sich gerne an fiesen Tricks, um Kunden zum Kauf möglichst vieler Waren anzuregen. Fallen, wie die Warenplatzierung sind bereits einigen bekannt: Auf Augenhöhe sind die teuren Produkte, unten die günstigen. Doch das ist längst nicht alles, das es für Kunden zu beachten gilt.
Die wenigsten wissen zum Beispiel, dass die Form der Griffe am Einkaufswagen oder die Größe des Korbs die Kunden manipuliert. Wie also schützen sich Verbraucher am besten, um nicht auf die Tricks hereinzufallen?
Korb zum Tragen statt Einkaufswagen im Supermarkt verwenden
Oft wird er von Kunden übersehen: der kleine Korb mit Henkel direkt am Eingang des Supermarkts. Allerdings kann er dabei helfen, nicht in einen Kaufrausch zu verfallen. Nicht nur die Größe des Korbs schützt Kunden davor, zu viel Ware zu kaufen, sondern auch das Gewicht.
Im Gegensatz zu Einkaufswägen, die mit mehr Füllgewicht immer leichter zum Schieben sind, werden die Körbe nämlich nach und nach schwerer. Der Gang zur Kasse erfolgt also wahrscheinlich früher, als mit dem Einkaufswagen.
Kunden machen sich unwissend strafbar: Was beim Einkauf verboten ist




Gegen die fiesen Fallen im Supermarkt: Vor dem Einkaufen ordentlich satt essen
Wer kennt ihn nicht: den Geruch der frischen Backwaren, der einen am Eingang des Supermarktes direkt begrüßt. Laut Verbraucherzentrale ist das absichtlich so. Das frisch aufgebackene Brot soll demnach appetitanregend riechen und zum Kauf verleiten.
Daher stehen Backautomaten oft am Anfang des Ladens. Um sich also vor der Falle zu schützen, ist es ratsam, sich vor dem Wocheneinkauf ordentlich satt zu essen, damit der Hunger einem keinen Streich spielt.
Mit Einkaufliste in den Supermarkt, um sich vor dem Kaufrausch zu schützen
Ein simpler, aber dennoch sehr hilfreicher Trick ist es, den Einkauf im Supermarkt nur mit einem strikten Einkaufszettel zu erledigen. So können Impulskäufe leichter verhindert werden. Wer sich trotzdem ungern die Freiheit beim Einkaufen nehmen lässt, kann sich auch eine Grenze setzen: zum Beispiel sind drei Produkte außerhalb der Einkaufsliste erlaubt.
Kundenkarten nicht blind vertrauen: Supermärkte verwenden fiese Masche
Kundenkarten bei Kaufland, Lidl und Co. versprechen Prämien und Rabatte. Dabei sind die Vergünstigungen oft nur gering im Vergleich zum Einkaufswert. Zudem warnt die Verbraucherzentrale davor, dass mit jedem Einkauf nachvollziehbare Datenspuren durch die Kundenkarten hinterlassen werden. Auch neuere Smartphone-Apps, die mit Rabatten locken, bergen demnach Risiken. Wer sich also schützen möchte, sollte vorerst auf die Kundenkarten und Handy-Apps der Supermärkte verzichten.
Zusammengefasst helfen also schon vier einfache Tipps, um nicht auf die fiesen Einkaufsfallen hereinzufallen: Den Korb anstelle des Einkaufswagens nutzen, sich vorher satt essen, eine Einkaufsliste schrieben und beim Abschluss von Kundenkarten vorsichtig sein.
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